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Was braucht es, um einen Studioraum zu schaffen, der Handwerk und Dialog im Gefüge der Stadt sichtbar macht?  In der dichten urbanen Landschaft Münchens begann die Suche nach einem Ort, der konzentriertes Arbeiten, Experiment, Ausstellung und sozialen Austausch zusammenbringen kann. Ein kleines Ladenlokal im Erdgeschoss eines denkmalgeschützten Gebäudes zeigte sich bald als ideale Grundlage: von der Straße aus sichtbar, offen für Gespräche und bereit für Veränderung. Die historische Fassade und die großzügigen Fenster bilden eine Brücke zwischen der Intimität des Arbeitsraums und dem öffentlichen Leben des Viertels. Ziel war es, diese Dualität zu bewahren — ein Atelier zu schaffen, das Werkstatt und Studio zugleich ist, Produktionsort und Treffpunkt.

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ein Studio als Brücke zwischen Gestaltung und Gemeinschaft

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ein Dialog zwischen Bestand, Handwerk und zeitgenössischer Klarheit

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Wie lässt sich die vielschichtige Geschichte eines Raums freilegen und in einen klaren, zeitgenössischen Rahmen überführen?  Jahre vorheriger Nutzungen hatten Wände und Böden mit zahlreichen Schichten überlagert und die ursprünglichen Qualitäten des Gebäudes verdeckt. Durch sorgfältigen Rückbau wurden diese Schichten entfernt, um das Wesen des Raums wieder sichtbar zu machen. Die bestehende Struktur – ein heller vorderer Raum und ein stärker zurückgezogener hinterer Bereich – bot die ideale Grundlage für neue Nutzungen: offene Arbeitsplätze, ein Modellbaustudio und eine Küche als Ort für Besprechungen. Als das ursprüngliche Parkett nicht mehr renoviert werden konnte, entstand eine neue Lösung: Gussasphalt, geschliffen zu einer Terrazzo-Oberfläche, die die Flexibilität und Wärme bewahrt, die zur historischen Hülle passen. Eine feine Schattenfuge entlang der Wände verweist auf die Vergangenheit und präzisiert zugleich die Übergänge zwischen Alt und Neu.

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Verfeinerung durch Reduktion und die Ehrlichkeit der Materialien

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Welche Materialien können den Geist der alten Struktur in eine zeitgenössische, handwerkliche Identität übersetzen?  Das Materialkonzept baut auf feinen Kontrasten und handwerklicher Präzision auf. Wände, Türen und sichtbare Leitungen werden in einem weichen Cremeton zusammengeführt, sodass neue Eingriffe – Boden, Möbel und Licht – visuell in den Vordergrund treten. Eigene Schalter und Steckdosen aus Stein und Aluminium, entworfen und gefertigt im eigenen Studio, unterstreichen den taktilen Ansatz. Natürlich gefärbte Oberflächen betonen die Holzflächen der selbst gebauten Möbel, während rohes Aluminium in Küche und Deckenelementen einen klaren, technischen Gegenpol setzt. Ein monolithisches Waschbecken aus bayerischem Muschelkalk bildet einen skulpturalen Höhepunkt und verankert den Raum mit materieller Tiefe und lokalem Bezug. So verbindet der Raum den über hundert Jahre alten Charakter des Gebäudes mit der Klarheit zeitgenössischer Details – ein Ort, an dem Gestaltung, Handwerk und Dialog wachsen können.

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  • title / bloque space
  • location / München, Bayern (GER)
  • use / Büro
  • work / Sanierung, Interior
  • phase / gebaut
  • time / 2025
  • team / Sophia Brauner, Elena Kögel, Constantin Schindler
  • photos / Sophia Brauner, Elena Kögel
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