chaletdorf

Was bedeutet es, einen historischen Schwarzwaldhof zu einem widerstandsfähigen Chalet-Dorf zu erweitern?  Der Farnberghof ist in regionalen Traditionen verankert: schwere steinerne Sockel und breite, schützende Holzdächer. Das neue Chalet-Dorf führt diese Sprache auf resiliente Weise weiter: in den Hang eingebettete Steinsockel tragen leichte Holzkonstruktionen, die über dem Boden zu schweben scheinen. Vom Tal aus öffnen sich die Chalets großzügig zur Landschaft; von oben sind nur ihre Dächer sichtbar und fügen sich selbstverständlich in das Gelände ein. Zusammen mit bestehendem Hof, Kapelle und neuem Restaurant wird der zentrale Dorfplatz zu einem Ort der Begegnung für Gäste, Bewohner und Besucher.

009_ARC_FAR_Foto_Prozess_03

Strukturen aus Stein und Holz, neu gelesen für ein widerstandsfähiges Dorf im Schwarzwald

Wie schafft Architektur Atmosphäre und Rhythmus für ein Leben in der Landschaft?  Jedes Chalet folgt dem Prinzip der Umkehrung: Das Leben findet oben im hölzernen Dachraum statt, während Schlaf- und Spa-Bereiche unten in den Boden eingebettet sind. Auf dem Weg vom Tageslicht in schattigere Innenräume folgen die Gäste einem Verlauf von Helligkeit zu Dunkelheit, der in einer oberen Galerie endet und den Blick in den Sternenhimmel rahmt. Die Chalets sind in drei Größen entwickelt, jeweils eigenständig und zugleich über Wege und Höfe verbunden. Ihre leicht versetzte Setzung am Hang erzeugt den Eindruck einer natürlich gewachsenen Siedlung, die trotz Nähe Privatsphäre bewahrt.

009_ARC_FAR_Foto_Bestand_01

von Hoftraditionen zu neuen Formen der Gastlichkeit

009_ARC_FAR_Foto_Prozess_07
009_ARC_FAR_Plan_02
009_ARC_FAR_Foto_Prozess_06
009_ARC_FAR_Skizze_03
009_ARC_FAR_Referenz_01
009_ARC_FAR_Skizze_02

Wie prägen lokales Handwerk und natürliche Materialien eine neue Interpretation des Schwarzwald-Chalets?  Das Projekt wird weitgehend von den eigenen Handwerkern des Hofes umgesetzt. Holzoberflächen bleiben sichtbar; Steinwände bleiben roh — die Materialien zeigen sich in ihrer natürlichen Ehrlichkeit, wie es im Schwarzwald Tradition ist. Das Wegenetz ist als Schleife gedacht, durchzogen von kleineren Pfaden, und wirkt trotz wiederkehrender Chalet-Typen organisch. Dazwischen bildet die Vegetation die letzte Schicht: Pflanzungen, die Grenzen weicher machen, Lebensräume schaffen und Zwischenräume in Biotope verwandeln. So verweben sich Chalets, Wege und Natur zu einer Siedlung, die wirklich aus ihrem Ort heraus wächst.

009_ARC_FAR_Foto_Prozess_04
009_ARC_FAR_Plan_04
009_ARC_FAR_Plan_01

selbstgeschlagenes Holz, roher Stein und Vegetation verweben sich zu einer lebendigen Siedlung

009_ARC_FAR_Foto_Prozess_08
009_ARC_FAR_Plan_03
009_ARC_FAR_Skizze_01
009_ARC_FAR_Foto_Prozess_01
009_ARC_FAR_Foto_Prozess_02
009_ARC_FAR_Referenz_02
009_ARC_FAR_Foto_Prozess_05
  • title / chaletdorf
  • location / Baden (GER)
  • use / Hotel
  • work / Städtebau, Neubau
  • phase / laufend
  • time / 2023-
  • team / Sophia Brauner, Elena Kögel, Constantin Schindler, Thomas Schindler
  • photos / Sophia Brauner, Elena Kögel
prev
waldkindergarten
BLQ_Anfangsvideo_02 BLQ_Anfangsvideo_01 BLQ_Anfangsvideo_03 BLQ_Anfangsvideo_04 BLQ_Anfangsvideo_05 BLQ_Anfangsvideo_06 BLQ_Anfangsvideo_07 BLQ_Anfangsvideo_08 BLQ_Anfangsvideo_09 BLQ_Anfangsvideo_10 BLQ_Anfangsvideo_11 BLQ_Anfangsvideo_12 BLQ_Anfangsvideo_13 BLQ_Anfangsvideo_14 BLQ_Anfangsvideo_15 BLQ_Anfangsvideo_16 BLQ_Anfangsvideo_17 BLQ_Anfangsvideo_18 BLQ_Anfangsvideo_19 BLQ_Anfangsvideo_20