solitäres haus

Wie kann ein kleines Grundstück in einem dichten Stadtblock zu einem sinnvollen und offenen Wohnraum werden?  Die Suche nach einem geeigneten Ort in München zeigte unzählige Hinterhöfe, die aufgrund komplexer Parzellierungen entweder untergenutzt oder überwuchert sind. Oft sind diese Räume Konfliktzonen — und zugleich tragen sie enormes Potenzial. Das Projekt will ungenutzte Quadratmeter in Wohnraum verwandeln, der den umliegenden Block stärkt, statt ihn weiter einzuschränken. Durch eine sorgfältige Betrachtung von Kontext, Maßstab und Licht entsteht eine neue Präsenz, die luftig und durchlässig ist und zugleich die Privatsphäre neuer und bestehender Bewohner wahrt.

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fließende Innenräume im Dialog mit einer bewegten äußeren Form

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fließende Innenräume im Dialog mit einer bewegten äußeren Form

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Wie kann Architektur zwischen neuen und bestehenden Bewohnern vermitteln und einen harmonischen Blockinnenraum fördern?  Die äußere Form des Gebäudes reagiert mit sorgfältiger Gliederung auf den Kontext des Hofs. Balkone, Fenster und Fassaden sind so ausgerichtet, dass direkte Konfrontationen mit Nachbarn vermieden und Blicke sanft umgelenkt werden, ohne Offenheit zu verlieren. Die neuen Wohnungen nehmen die Präsenz des Bestands wahr, ohne ihn zu dominieren, und schaffen einen leisen Dialog zwischen Alt und Neu. Das Zusammenspiel von inneren Raumnischen und gegliederter äußerer Form sorgt dafür, dass Privatsphäre, Licht und Luft zusammenkommen und der einst vernachlässigte Hof zu einem lebendigen und rücksichtsvollen Stadtraum wird.

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 eine städtische Einfügung, die ihre Umgebung respektiert und bereichert

 eine städtische Einfügung, die ihre Umgebung respektiert und bereichert

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Welche räumlichen Strategien schaffen Wohnungen, die offen und großzügig wirken, ohne ihre Bewohner zu isolieren?  Im Entwurfsprozess wurden Grundrisse entwickelt, die das Wohnen in fließenden, zusammenhängenden Räumen ermöglichen. Statt starrer, geschlossener Zimmer entstehen entlang eines zentralen Weges räumliche Taschen und Zonen. Dieser Weg ist mehr als ein Flur und bietet echte räumliche Qualität für den Alltag. Die Ordnung fördert Bewegung, Austausch und Flexibilität und gibt jeder Wohnung zugleich ein Gefühl von Intimität. So kann sich das Leben entlang einer erweiterten Achse entfalten — als Folge von Erfahrungen, nicht als einfache Aufteilung von Funktionen.

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  • title / solitäres haus
  • location / München, Bayern (GER)
  • use / Wohnen (280 m²)

  • work / städtebauliches Konzept, Neubau
  • phase / nicht gebaute Studie
  • time / 2024
  • team / Sophia Brauner, Leonhard Thumann in collaboration with the Chair for Urbanism and Housing (TUM)
  • photos / Sophia Brauner, Leonhard Thumann
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